Haushalt 1997

Der Haushaltsplan des Jahres 96 wurde ständig revidiert, letztendlich vom Landratamt moniert und war somit für die neuen Stadträte schlecht geeignet sich in diese Materie einzuarbeiten.

 

Aus den negativen Erfahrungen des letzten Jahres wurden Lehren gezogen. Der Bgm. hat einen gut vorbereiteten Haushalts- und Finanzplan in
Einzelgesprächen mit den Fraktionen erörtert und in den vergangenen Wochen im Aussschuß diskutiert. So dass der Haushalt 97 für uns nun transparent und nachvollziehbar erscheint.

Entscheidend für das Zustandekommen des Haushaltswar, dass gerade in dieser schwierigen Finanzlage, ein Konsens über die Prioitäten der durchzuführenden Maßnahmen gefunden wurde.

Der größte finanzielle Einschnitt ist die Entscheidung für das Gewerbegebiet an der Hügelmühle. Durch diese erhebliche Investition müssen andere Maßnahmen zurückgestellt, verzögert bzw. auf Sparflammme angegangen werden. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir sahen keine andere Alternative um für die Stadt zukunftsorientierte Gewerbeflächen zu sichern. Die Tatsache, dass in den vergangenen Jahrzehnten den Gewerbetreibenden keine Flächen zur Verfügung gestellt werden konnnten, hat sich auf die Entwickliung der Stadt äußerst negativ ausgewirkt.
Dem wollen wir mit dieser Entscheidung entgegenwirken!
Eine der Maßnahmen, die auf Grund der Investition „Hügelmühle“ verzögert, bzw. sukzessive angegangen werden muss, ist die Sanierung des Schulgebäudes.
Das gleiche gilt für das große Zukunftsprojekt Kornhaus.

Notwendige, nicht aufschiebbare Kanalbauarbeiten engen den finanziellen Spielraum durch die hohen Investitionskosten zusätzlich weiter ein.

Die Tatsache des engen finanziellen Spielraums muss uns dazu veranlassen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die die Finanzlage entspannen. Die Vermarktung des Gebiets „Wasserzell- Ost“ ist nun unabdingbar.

Trotz der angespannten Haushaltslage dürfen und wollen wir aber nicht resignieren, sondern uns weiter für die Dinge einsetzten, die uns wichtig sind. So werden wir z.B. das Thema Jugentreff weiter vorantreiben und hoffen auf die Unterstützung der anderen Fraktionen und des Bürgermeisters. 
Haushaltsmittel dafür sind bereitgestellt!

Wichtig ist es für uns aber auch, sich auf die Stärken und das Kapital unserer Stadt zu konzentrieren: Tragfähige Strukturen des Einzelhandels und Handwerks, die eine solide Versorgung der Bevölkerung gewährleisten, ein relativ hoher Wohn- und Freizeitwert, intaktes Vereinsleben.

Vieles, von dem die Bevölkerung unserer Stadt und ihrer Ortsteile profitiert und was den Tourismus fördert, ist ohne das Engagement und die Kreativität der Bürger und Vereine undenkbar. So z.B. der Bau des Trachtenheims, die Kultur im Bahnhof, der Weihnachtsmarkt, das Netz der Weitwanderwege , der ehrenamtliche Einsatz unserer Feuerwehren, .......

Diese Aktivitäten sind entsprechend zu würdigen und zu unterstützen.

Der Haushalt 97 ist geprägt durch ein sehr hohes Investitionsvolumen, das die Pro-Kopf-Verschuldung  weiter ansteigen lässt. Wir meinen jedoch, dass dies Investitionen in die Zukunft sind und stimmen deshalb dem vorliegenden Haushalt zu.

Fraktion fair.

Christa Stegmeier                          Inge Gentner