Antrag Sammeltaxi 2003

Stadtratsfraktion fair.

02.06.03
An den Bürgermeister und den Stadtrat der Stadt Spalt 

Anrufsammeltaxis für die Stadt Spalt

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
liebe Stadtratskolleginnen und Stadtratskollegen,

wir beantragen in der nächsten Sitzung des Stadtrates Spalt über die Einrichtung eines Anrufsammeltaxis für die Großgemeinde Spalt zu beraten und abzustimmen.

Tatsache ist, dass es in den Abendstunden (ab ca. 19°° Uhr) nicht mehr möglich ist mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Spalt und in seine Ortsteile zu kommen. Dies ist vor allem für unsere Jugendlichen, aber auch für erwachsene Bürger und Urlauber ein Problem.

Es besteht Bedarf an diesen Heimfahrten ab  Georgensgmünd vor allem am Freitag- und Samstagabend im Anschluss an den Regionalzug aus Nürnberg. In den Vorgesprächen mit den zuständigen Stellen des LA wurden die Kostenkalkulationen auf je 4 Fahrten am Freitag und Samstag mit einer Zuzahlung von 1.80 € bzw. 2.60 € pro Fahrgast erstellt. Beide Bedingungen sind noch verhandelbar – sie sollten uns nur einen ungefähren Überblick über die Kostensituation geben! 

Natürlich haben wir uns die Frage gestellt: Kann man in Zeiten knapper bis leerer Kassen eigentlich noch Anträge stellen, die mit Kosten für die Kommune verbunden sind?

Wir meinen: ja- man kann, ja- man sollte es tun, wenn die Relation zwischen Nutzen für die Bevölkerung und Kosten für die Kommune stimmt.
Wir meinen: dem ist so! Unsere Recherchen haben  ergeben, dass im Haushalt der Stadt Spalt im ungünstigsten Fall (d.h. in Anspruchnahme aller angebotenen Fahrten)  ein Defizit von 880 € bzw. 1100 € pro Jahr zu tragen sind. 

Wir bitten um Zustimmung zu unserem Antrag und bitten die Verwaltung mit den für den ÖPNV zuständigen Beamten Kontakt aufzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Stadtratsfraktion fair.                  Christa Stegmeier                Inge Gentner

Ergebnis:

nach intensiven Vorarbeiten konnten wir den Kollegen und der Verwaltung ein Konzept zur Einrichtung eines Anrufsammeltaxis vorlegen. Auch der Kreistag stimmte dieser Maßnahme zu. Eine Bereicherung / Erleichterung für Eltern, Jugend und – leider noch zu wenig angenommen – eigentlich für alle!