Weihnachtsansprache 2006

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
liebe Stadtratskollegin, liebe Stadtratskollegen,
liebe Mitbürger

dies ist die letzte Stadtratssitzung im Jahr 2006. Wir wollen heute die Gelegenheit nutzen, dieses fast vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.

Das Jahr 2006 begann für uns mit einem sehr traurigen Ereignis. Im Januar mussten wir von unserer Kollegin Gerda Müller Abschied nehmen. Gerda war für uns immer ein ganz wertvoller Diskussionspartner – Gerda du fehlst uns!

Ein Ereignis für die Bevölkerung der Stadt Spalt war sicherlich die Bürgermeisterwahl im letzten Monat. Bürgermeister Weingart wurde für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt.

Gemeinsam mit Bürgermeister und den Stadtratskollegen haben wir uns für dieses Jahr viele Themen auf die Fahne geschrieben. Heere Ziele, erreichbare Ziele, oder nur Wunschdenken? Hinsichtlich der Kernthemen haben wir Bilanz gezogen. Was, und vor allem, wie konnten die Wünsche verwirklicht werden und letztendlich was wurde in die Tat umgesetzt.

Keine Angst, wir wollen keine Negativbilanz ziehen. Nur, wie bereits Cäsar sagte: „Die Menschen glauben im Allgemeinen gern was sie wünschen.“ Und wenn wir uns den Wunschkatalog der vergangenen Monate betrachten, müssen wir feststellen, dass von den Wünschen und Vorstellungen viele nicht umsetzbar waren, bzw. nicht in unserem Sinne gelaufen sind.

In einer beträchtlichen Anzahl von Stadtrats- und Ausschusssitzungen haben wir uns mit unzähligen Tagesordnungspunkten  auseinandergesetzt. Bereits in unserer Haushaltsrede 2006 haben wir unsere Unzufriedenheit deutlich gemacht. Zum Einen wegen des engen finanziellen Korsetts, das uns immer mehr in unseren Gestaltungsspielräumen einschränkt, zum Anderen, dass Investitionen unter dem Diktat der Drohung der Streichung von Zuschüssen getätigt werden müssen.

Weihnachten ist eine Zeit der Besinnung. Wir müssen deshalb auch hinterfragen, ob alle, von der Verwaltung wünschenswerten und angedachten Investitionen in den nächsten Jahren durchführbar sind.  Ist es vielleicht nicht auch einmal sinnvoll in Anbetracht der derzeitigen Verschuldung NEIN zu sagen?

Weihnachten ist aber auch die Zeit der guten Wünsche. Wir wünschen uns deshalb nicht nur die Harmonie im Stadtratsgremium sondern auch einen ehrlichen Umgang der Verwaltung mit uns. Ich erinnere an den Antrag der CSU-Kollegen vom November diesen Jahres.  

Die Jahreswende ist aber auch eine Zeit der guten Vorsätze. Wir sind bereit, die anstehenden Themen und Projekte konstruktiv zu diskutieren und  zu entscheiden aber immer unter der Prämisse, dass uns die Verwaltung dabei ehrlich und umfassend unterstützt. 

Wir danken allen Beschäftigten der Stadt Spalt für ihren beruflichen Einsatz. Besonderer Dank geht auch an unsere Mitbürger, die sich ehrenamtlich für das kulturelle, sportliche und soziale Gemeinwohl einsetzen und so dazu beitragen, dass unsere Stadt lebenswert und liebenswert bleibt.

Wir wünschen allen Mitbürgern ein besinnliches Weihnachtsfest und für das Jahr 2006 Gesundheit, Zufriedenheit, ein friedvolles Miteinander und das Erreichen der persönlich gesteckten Ziele.